Die Pfarrei Fürstenau war ursprünglich eine Filiale der älteren Pfarrei Bödexen.
Ein Kirchenbau, der dem vorhandenen Baus in seinen Ursprüngen vorausging, existierte in Fürstenau wohl nicht.
Die Dörfer Fürstenau, Bödexen, Hummersen und andere inzwischen wüst gefallene Dörfer benutzten aller
Wahrscheinlichkeit nach gemeinsam eine Pfarrkirche auf dem Bröken, in der Nähe der von Oberforstmeister
von Wyhe im Jahre 1788 angelegten Ziegelbrennerei.¹
Diese Ziegelei und somit die für die vorgenannten Ortschaften gemeinsame Pfarrkirche hat anscheinend an der Stelle
gestanden, wo sich jetzt das Forstgehöft Bröken befindet.
Im Jahre 1579 wurde die Bödexer Filiale Fürstenau selbständige Pfarrei. Der erste Pfarrer war Pater Bartholdus Dumen.
1722 wurde Fürstenau wiederum mit Bödexen zu einer Pfarre vereinigt, aber bereits 1768 wurden beide Pfarreien
wieder getrennt.
Von 1811 bis 1825 wurden beide Pfarreien wiederum vereint. Seit 1825 sind beide Pfarreien eigenständige Seelsorgebereiche.
Die ersten dokumentierten Ursprünge der St. Anna Kirche zu Fürstenau gehen in das frühe 16. Jahrhundert zurück.
Danach wurde im Jahre 1519 der erste Teil der St. Anna-Kirche erbaut. über die Größe und den Zustand dieser Kirche ist
allerdings nichts ausgesagt. Es handelte sich wohl in der Substanz um die Ursprünge des vorhandenen Langschiffs der jetzigen Kirche.
Das St. Anna-Partrozinium kommt vermutlich aus Düren, ein in Bezug auf das Corveyer Gebiet zunächst ungewöhnlicher Zusammenhang.
Zur Zeit des Kirchbaus war Reinhard von Bocholtz (1495/1555–1585) Abt von Corvey. Er stammt aus dem Herzogtum Geldern,
das Teil des Herzogtums Jülich-Kleve-Berg war. in dem auch Düren lag. Hierher waren 1501/1506 die Reliquien der Heiligen Anna
per päpstlichem Dekret auf immer gelangt. Es liegt nahe, dass der Abt Reliquien nach seiner Wahl 1555 nach Corvey geholt hat.
Eine andere Betrachtung lässt die Vermutung nahe liegen, dass die im „Fünf-Gemeinde-Wald“ verbundenen Gemeinden Fürstenau, Bödexen,
Brenkhausen, Albaxen und Stahle auch kirchlich eng verbunden waren. So waren Bödexen und Fürstenau mehrere Male, wie zuvor beschrieben,
in einem Pfarrverbund zusammengefasst.
Dass Fürstenau als der älteste Kirchenbau in diesem Verbund das Anna-Patrozinium an die anderen Kirchen weitergegeben hat, liegt also nahe.
Es kann davon ausgegangen werden, dass dieser ursprüngliche Kirchenbau Kern des jetzt noch vorhandenen Längsschiffes der Kirche ist.
Zu dem bis heute vorhandenen Langhaus wurde im Jahr 1560 der Grundstein gelegt, wovon der in der Turmfassade eingelassene Stein mit folgender Inschrift zeugt:
anno dni MCCCCC – LX.
Deutsch: Im Jahre des Herrn 1560
Es ist anzunehmen, dass im Zuge der Gegenreformation auf Veranlassung der landesherrlichen Fürstabtei Corvey die offenbar vorhandene,
möglicherweise aber noch nicht vollendete Kirche erweitert bzw. repräsentativer gestaltet wurde.
Der Baustil lehnte sich an den in der damaligen Zeit vorherrschenden Baustil der Renaissance an.
Der einschiffige Kirchenbau von 1560 wurde in der traditionellen Ost-West-Achse errichtet.
Insbesondere ältere Kirchenbauten, so auch die Fürstenauer Kirche, weisen diese symbolhafte Achsrichtung auf, wobei sich der Altarraum
zumeist am östlichen Achsende befindet, was darauf hin deuten soll, dass Christus bei seiner Wiederkunft in Jerusalem,
also im Osten erwartet wird.
In vielen älteren Kirchen wird diese Symbolik noch verstärkt durch ein aufwändiges und farblich meist reich gestaltetes Chorfenster,
wie beispielsweise in den meisten Domkirchen, wie etwa im Hohen Dom zu Paderborn.
Der ursprüngliche einschiffige Grundbau (Langschiff) der Kirche wird in der Denkmalliste der Stadt Höxter geführt.
Er hatte zwei gerade, geschlossene Eingänge an der Nord- und Südseite. über beide Eingänge befanden sich sog. Jahressteine.
Einer dieser Steine ist jetzt an der Turmfassade angebracht und eingangs beschrieben.
über dem ehemaligen Südeingang befindet sich nach wie vor ein Stein mit der Inschrift:
ANNO 1603
HUIUS SACRAE AEDIS STRUCTURA
PERFECTA EST.
Deutsch: Im Jahre 1603 wurde der Bau dieses heiligen Hauses vollendet.
Die Kirche wurde 1608 durch den Münsteraner Weihbischof Nikolaus Arresdorf konsekriert.
Wenn man die beiden Stein-Inschriften in Verbindung bringt und als Beginn und Vollendung des Kirchenbaus deutet,
erscheint die Bauzeit relativ lang. Diese insgesamt 43 Jahre lassen deshalb u.a. den Schluss zu, dass der Bau überwiegend
in Eigenleistung der Einwohner errichtet wurde, und man dann u.a. Hand- und Spanndienste leistete, wenn die eigene
Existenzsicherung dies zuließ. Hinzu kommt vermutlich, dass der Kirchenbau nur nach Maßgabe vorhandener finanzieller Mittel betrieben wurde.
Diese Annahme kann dadurch gestützt werden, dass die ursprüngliche Kirche bis zu ihrem Umbau im Jahre 1925 nur über eine flache
Holzdecke verfügte, was eigentlich Merkmal karolingischer oder frühromanischer Sakralbauten war, im 16. Jahrhundert als Stilelement
aber unüblich war.
Eine flache Holzdecke war wesentlich kostengünstiger und stellte die Handwerker bei der Ausführung der Kirche vor keine unlösbaren
bautechnischen Probleme, wie etwa ein komplizierter eingewölbter Kirchenbau.
In die Zeit des Kirchenbaus fallen in Europa und Deutschland wichtige Ereignisse:
Unmittelbar nach Fertigstellung und vor der Weihe der Kirche wurde Fürstenau im Jahre 1607 von einer Epidemie heimgesucht.²
Das Pfarrarchiv spricht von einer Pestepidemie, obwohl dieser Seuche in den ersten Jahrzehnten des 17. Jahrhunderts in der hiesigen
Gegend nicht nachgewiesen ist.
Dieser Seuche fielen in dem kleinen Dorf 253 Personen zum Opfer.
Auch der 1618 begonnene 30-jährige Krieg verschonte Fürstenau keineswegs. Davon zeugen verschiedene Zeitdokumente. Beispielsweise
quartiere sich der als „toller Christian“ bekannte Herzog von Braunschweig einige Zeit in Fürstenau ein (s. Anhang 4).³
Auch von einem Kirchenraub spricht das Fürstenauer Pfarrarchiv.
So wurden am 23.12., am Vortag des Heiligen Abends 1734, nahezu alle wertvollen Liturgiegegenstände, wie Monstranz, Kelche, ölgefäße
usw. geraubt, so dass die Gemeinde an diesem Weihnachtsfest ohne solche Kultgegenstände auskommen musste.
Der damalige Pfarrer Pellenpohl lieh sich bis zur Neubeschaffung der gestohlenen Kultgeräte bei seiner ehemaligen Gemeinde Dringenberg
die notwendigsten Gerätschaften aus.
Später wurden die Gegenstände nach und nach neu beschafft, wozu die Gemeinde eine Anleihe von 60 Talern aufnehmen musste. Dabei gab sie
für eine neue Monstranz 36 Taler und für einen vergoldeten Kelch 21 Taler aus.
Taufstein
Der Taufstein ist das mit Abstand älteste und wertvollste Ausstattungsstück der Kirche. Er stammt aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts.
Er ist ein Originalstück. Es handelt sich um einen in der hiesigen Gegend häufigen Typus, der der sog. „Höxter-Gruppe“ zuzuordnen ist.
Fast ähnliche Stücke finden sich z. B. in Godelheim oder Holzhausen. Der Fürstenauer Taufstein ist im Inventar von Ludorff und im
Dehio-Westfalen abgebildet bzw. erwähnt.
Möglicherweise befand sich der Taufstein ursprünglich in Corvey und ist im Rahmen der Barockisierung der Abteikirche nach Fürstenau abgegeben worden.
Der Stein ist in Pokalform gehauen und mit Blatt- und Bogenfries am oberen Rande versehen. Der Fuß ist in attischer Basis gestaltet und
mit Eckblättern verziert. Eine derart reiche Verzierung ist ungewöhnlich und unterstreicht die Annahme, dass der Taufstein ursprünglich
zur Ausstattung der romanischen Abteikirche zu Corvey gehörte.
Er wird in der Denkmalliste der Stadt Höxter geführt.
Der in Eichenholz ausgeführte Deckel ist erst 1938 dem Taufstein beigefügt worden und kostete seinerzeit 100 RM..
Sakristei:
Die vorhandene Sakristei ist der dritte Sakristeibau in der Geschichte der Fürstenauer Kirche.
Der ursprüngliche Raum befand sich an gleicher Stelle, an der sich die heutige Sakristei befindet. Diese erste Sakristei
wurde aber erst im Jahr 1678 auf Initiative des damaligen Pastors Christoph Morgenstern an den ca. 75 Jahre zuvor fertiggestellten
Kirchenbau angefügt.
Hiervon zeugt ein Inschriftstein über dem jetzigen Eingang zur Sakristei im Chorraum.
5 Tobiae – (griech. Inschrift)
R . D . TOP . Morgenstern . Pastor . I . F .
ANNO . 1 . 678 . DIE . 4 IVLY
Deutsch: Werke einer guten Meinung werden nützlich. (Erbaut) von dem hochwürdigen Herrn Christoph Morgenstern, Pastor in Fürstenau,
im Jahre 1678 am 4. Juli.
Christoph Morgenstern wurde als Stiftsherr an die Abtei Corvey gewählt, verstarb aber, bevor er sein Amt antreten konnte,
in Fürstenau am 2. Januar 1681. Er ist offenbar der Verfasser der in ganz Nordwestdeutschland einzigartigen griechischen Inschrift.
Im Kirchenbuch zu Fürstenau findet sich von Morgensterns Hand folgende Notiz:
Ao. 1678 in Majo ist die newe Sakristei angefangen zu buwen et in Julio completieret Christ. Morgenstern paracho, ecclesiae provisoribus in Fürstenaw Heinrich Wittrocken etc.
Die zweite Sakristei wurde 1888 erbaut. Die Kosten hierfür betrugen 1.800,00 Mark. Dieser Bau ist noch vorhanden und wird als „Alte Sakristei“ bezeichnet.
Kirchenerweiterung 1925
übersetzung:
Verhandelt
zu Fürstenau, Kreis Höxter
Dekanat Höxter am 29. Mai 1924
Durch Schreiben des
Vorsitzenden vom 26. Mai curr. ist der hiesige katholische Kirchenvorstand auf heute, 29. Mai, nachmittags 5 Uhr zu einer Sitzung
berufen worden. Die schriftliche Vorladung ist sämtlichen Mitgliedern rechtzeitig zugestellt und bezeichnet als Tagesordnung:
Der Erweiterungsbau der Pfarrkirche.
Der Kirchenvorstand besteht aus folgenden Mitgliedern
1. als Pfarrer und Vorsitzender: Schrewe
2. der stellvertretende Vorsitzende Hamelmann
3. den übrigen Mitgliedern Lange, Ridder, Kirchhoff, Speith, Dierkes.
Von denselben fanden sich alle ein.
Die Versammlung ist mithin beschlußfähig nach § 17 des Gesetzes vom 20. Juni 1875. Der Vorsitzende eröffnete die Sitzung und es wird beschlossen mit allen Stimmen,
daß die Pfarrkirche nach dem vom Diözesan-Architekten Matern in Paderborn angefertigten Entwürfen erweitert werden soll. Nachdem der offizielle Beschluß
der politischen Gemeinde, die die Baupflicht hat, eingegangen, daß selbe die Finanzierungskosten trägt, faßte Kirchenvorstand den obigen Beschluß.
v. g. u.
Schrewe Vorsitzender
Hamelmann stellv. Vorsitzender
Lange
Ridder
Kirchhoff
Speith
Dirkes
Pfarrsiegel
Daß obiger Beschluß als Abschrift mit dem Original des Protokolls im Protokollbuch genau übereinstimmt, beglaubigt
Schrewe Pfr.
Der Umbau der Kirche
Der Umbau der Kirche in den Jahren 1924 und 1925 war dringend erforderlich, weil der vorhandene Kirchenraum zu klein, feucht und kalt war.
Die Flachdecken drohten einzustürzen, so dass der Kirchenvorstand die Sicherheit der Kirchenbesucher nicht mehr gewährleisten konnte.
Darüber hinaus konnte die Aktion als eine Art Arbeitsbeschaffungsmaßnahme in der Zeit der Weltwirtschaftskrise betrachtet werden, in der in Deutschland
eine Massenarbeitslosigkeit herrschte.
Die Versorgungsfahrten zur Materialbeschaffung und -abfuhr wurden von den örtlichen Landwirten unentgeltlich erbracht. Bis auf wenige Ausnahmen haben
sich alle Landwirte daran beteiligt.
Die Steine wurden von August Ridder von der Falkenflucht aus dessen Steinbruch kostenlos abgegeben. Das Brechen der Steine besorgten die hiesigen Arbeiter ebenfalls unentgeltlich.
Antonius-Figur
Die Antonius Figur an der Epistel-Seite der Kirche wurde für 1.000,00 RM im Jahre 1939 aufgestellt.
Weil das die kostengünstigste Variante war, erfolgte die Herstellung in Thüster Kalkstein, das seinerzeit billigste Material für eine solche Plastik.
Auch heute spielt der Heilige Antonius im Leben der Gemeinde immer noch eine herausragende Rolle.
Die Antonius-Dienstage, die auf ein jahrhunderte altes Gelübde zurückgehen,
werden in jedem Jahr an neun Dienstagen vor dem Palmsonntag begangen und ziehen Gläubige aus nah und fern an.
| 1 | Bartholdus Dumen | Erster Pfarrer Fürstenaus; errichtete wahrscheinlich den ersten Kirchenbau in Fürstenau. Erbaute im Jahre 1579 das wahrscheinlich erste Pfarrhaus in Fürstenau. Dumen hatte das Amt 16 Jahre inne. |
| 2 | Johannes Pauli 1595 - 1613 |
|
| 3 | Pater Otto | Benediktiner aus Hildesheim aus St. Godehard oder dem Michaeliskloster |
| 4 | Johannes Jachen 1640 |
Brenkhäuser Archidiakon in Corvey |
| 5 | Anton Fricken 1648 - 1661 (?) |
1652 Pfarrer in Ovenhausen, danach in Ottbergen, erbaute die erste Sakristei, Christoph Morgenstern wurde als Stiftsherr an die Abtei Corvey gewählt, verstarb aber, bevor er sein Amt antreten konnte, in Fürstenau am 2. Januar 1681. |
| 6 | Christopherus Morgenstern 1661 (?) - 1680 |
1652 Pfarrer in Ovenhausen, danach in Ottbergen, erbaute die erste Sakristei, Christoph Morgenstern wurde als Stiftsherr an die Abtei Corvey gewählt, verstarb aber, bevor er sein Amt antreten konnte, in Fürstenau am 2. Januar 1681. |
| 7 | Leander Scheiffers 1680 - 1682 |
Benediktinermönch aus Marienmünster, in sein Amt eingeführt durch den Corveyer Prior Ferdinand von Carstedt, bereits im Jahr 1682 zurückgerufen, um sein Amt als Konfessionarius im Benediktinerinnenkloster Gehrden anzutreten. |
| 8 | Adolph Wilken 1682 - 1687 |
Benediktinermönch aus dem St. Clemenskloster in Iburg |
| 9 | Pater Benedikt von Kanne 1687 - 1688 |
Corveyer Kapitular Wurde 1688 an das Kloster Corvey zurückgerufen. |
| 10 | Stephan Crumzinger 1688 - 1709 |
Benediktinermönch aus dem Kloster Huysburg, Diözese Halberstadt, wurde 1709 Pfarrer an der Domkirche zu Minden. |
| 11 | Johann Otto Grondorf 1709 - 1718 |
Zuvor Kaplan in Höxter, starb 1718 in Fürstenau |
| 12 | Kapitular von Willing 1719 |
Pfarrverweser aus dem Kloster Corvey |
| 13 | Caspar von Stahl 1720 |
Prior des Klosters Corvey Pfarrverweser |
| 14 | Johann Pellenpohl 1721 - 1729 |
Fürstabt Carl ernannte ihn am 17. Oktober 1729 zum Kanonikus in Höxter. In dieser Zeit fand der Kirchenraub in Fürstenau statt (s. S. 3).
Pfarrer Pellenpohl starb am 30. März 1768. Von 1730 bis 1768 wurde die Pfarrei durch den Minoriten Werneking aus Höxter verwaltet. |
| 15 | David Werneking 1730 - 1768 |
Minorit aus Höxter Pfarrverweser In dieser Zeit fand die Abtrennung der Pfarrei von Bödexen statt. |
| 16 | Carl Heinrich Potthast 1768 - 1783 |
Stammte aus Godelheim, war zuvor Pfarrer in Jakobsberg, wurde nach seiner Fürstenauer Amtszeit Pfarrer in Lüchtringen. |
| 17 | Antonius Westphalen 1783 - 1792 |
Bisheriger Pfarrer in Bödexen, resignierte noch 11 Jahren Amtszeit. |
| 18 | A.W. Runten 1792 - 1810 |
Seminarist aus Marsberg, starb am 13. Juni 1810 in Fürstenau |
| 19 | Joseph Ostermann 1810 - 1811 |
Minorit aus Höxter, wird danach Pfarrer in Bellersen, durch König Jérome Napoleon in sein Amt eingeführt. (s. folgenden Abbildung mit übersetzung) |
| 20 | Johann Michael Willeken 1811 - 1815 |
Zuvor 9 Jahre Pfarer in Bödexen |
| 21 | Heinrich Lohmann 1815 - 1818 |
Seminarist aus Paderborn Zuvor Kaplan in Falkenhagen und Pfarrer in Brenkhausen |
| 22 | Johann B. Koch 1818 - 1828 |
Aus Paderborn, ehem. Konventional des Klosters Hardehausen, 1815-1818 Kaplan in Wehrden, resigniert 1828 |
| 23 | Ferdinand Conrad Seneca 19. Nov. 1828 - 15. Aug. 1835 |
Aus Nieheim, 1835 versetzt nach Kirchborchen |
| 24 | Heinrich Könighausen 2. Sept. 1836 - 03. Febr. 1877 Dechant |
Aus Paderborn, übte die Seelsorge in Fürstenau 41 Jahre aus und war damit die längste Zeit Pfarrer in Fürstenau,
zuvor Pfarrer in Meddinghausen. Sein Grab befindet sich an der Ostseite der Kirche. Von 1877 bis 1882 war die Pfarrstelle auf Grund des Kulturkampfes verwaist und wurde durch den Pfarrer Pieper aus Bödexen teilweise seelsorgerisch mitversorgt. (s. Anmerkung am Ende dieser Aufstellung) |
| 25 | Karl Faupel 1882 - 1887 |
Im Februar 1887 als Pfarrer nach Meinerzhagen versetzt. |
| 26 | Hubert Menne 10.02.1887 - 1904 |
Aus Calenberg, bis 1887 Kaplan in Langenberg b. Wiedenbrück |
| 27 | Klapphecke 1904 - 1915 |
Verstarb im Alter von 46 Jahren an der „Zuckerruhr“. |
| 28 | A.Schrewe Juli 1915 - 16.Febr. 1937 |
Zuvor Kaplan in Werl, führte die Kirchenerweiterung im in den Jahren 1924/25 aus. Bis zur Amtseinführung des Nachfolgers betreute Vikar Leo Schulte die Gemeinde. |
| 29 | Richard Ungemach 22. April 1937 - 19. März 1949 |
Schaffte die Antonius Statue an der Südseite der Kirche an und führte die weitere Ausschmückung der Kirche durch (Fenster der Querschiffe) |
| 30 | Bernhard Stockmann 28. Aug. 1949 – 3. Aug. 1970 |
In seine Amtszeit fiel die große Kirchenrenovierung im Jahr 1956 mit der Umgestaltung des Altarraums. |
| 31 | Pater Joh. Kleffner 11. Okt. 1970 - 28. Sept. 1979 |
Pater der Missionsgesellschaft v. Heiligen Geist (Spiritaner), war zuvor in der Mission in Brasilien tätig. Er wurde auf dem Klosterfriedhof von Knechtstetten/Rhld. unter großer Beteiligung der Gemeinde beigesetzt. Bis zur Amtseinführung seines Nachfolgers wurde die Seelsorge durch Vikar Niggemann aus Höxter wargenommen. |
| 32 | Udo Scholz 1980 - Aug. 1984 |
Aus Berlin In seine Amtszeit fiel der Neubau des Pfarrheims, das am 5. Juni 1983 seiner Bestimmung übergeben wurde. |
| 33 | Pater Eduard v.d.Groes ab 15. Aug. 1984 |
Pater Eduard gehört dem Orden der Passionisten an, die im Kloster Marienmünster zu Hause sind. Er betreut die Gemeinden Bödexen und Fürstenau gemeinsam. |
Seit einigen Jahren gehört Fürstenau gemeinsam mit Bödexen, Stahle, Albaxen und Lüchtringen dem Pfarrverbund „Dreizehnlinden“ an. Pfarrverbandsleiter ist Pfarrer Thomas Nal mit Sitz in Stahle.
Die Sankt Anna Kirche Fürstenau in der Morgensonne
¹ Dech.act. Höxter B 21 e
² Pfarrarchiv Fürstenau
³ a.a.O.